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Herrlich kultige Narrenscheune des Hau-Ruck

Presseartikel Amtsblatt / Wochenspiegel

SAARBURG Das erste von vier närrischen Hoffesten der Karnevalsgesellschaft Hau-Ruck ver­wöhn­te alle Gäste der Narrenscheune in der seit Wochen restlos ausverkauften Stadthalle und bot ein rundherum kultiges, niveauvolles und ausgewogenen Programm, welches wiederum höchs­ten Ansprüchen gerecht wurde.

Beim mehrstündigen stimmungsvollen Parodiemarathon bedienten die rd. 130 Aktive alle witzi­gen Klischees der Volks- und Heimatmusikszene und sorgten durch Vorträge, Tänze, Ge­sangs- und Showdarbietungen sowie mit einer „kuscheligen“ Dekoration, toller Kostümierung und her­vor­ragender Saal-Ausstattung für heimatlich gemütliche Stimmung im Saal.

Nachdem der souveräne Sitzungspräsident und Schützenkönig Johannes Kölling, der zu­sam­men mit Philipp Zilliken als Programmverantwortlicher die Bühnengeschicke der Gesell­schaft steuert, zusammen mit der Hofkapelle den „Original Wunderländern“ mit Blasmusik ein­ge­zogen war, eröffneten Maria und Margot Hellwig (Irmgard Schmitz u. Gaby Metrich) mit „Haus­musik“ das Hoffest. Anschließend präsentierten die jüngsten Ak­tiven beim Tanz der Hau-Ruck Kindergarde (Leitung: Marion Lellig, Ramona Meyer) sowie der Jugendgarde (Leitung: Da­niela Gillet) zwei mit viel Spass und vollem Eifer vorgetragene Tänze.

Vor der prächtigen Kulisse der Hau-Ruck-Narrenscheune, welche in unzähligen Arbeitsstunden vom Bühnen- und Deko-Team unter der Leitung von Hanno Becker, Meta Pletsch, Anke Becker und Bettina Fisch erstellt wurde, widmete sich Startrompeter Stefan Most (Peter Mer­ten) auf humoristische Art der großen und kleinen Politik. Wie gewohnt ein überaus niveau­volles und sprachlich ausgefeilte Büttenrede vom Polit-Profi Peter Merten aus Staadt, die für viel Beifall im Publikum sorgte.

Nach den umjubelten Auftritten einiger Show- und Volksmusikgrößen, dargestellt von Roland Hoffmann, Philipp Reinert sowie Klaus und Hans-Josef Metrich konnten in ihrem ersten Zwie­gespräch beim Hau-Ruck zwei Zimmerleute (Dimitrios Manusaridis u. Christian Dam­mann) ein tolles Debut beim Hau-Ruck feiern.

Besonders groß geschrieben wird beim Hau-Ruck die Nachwuchsarbeit. Dies bewiesen unter anderem auch die Tänzerinnen der Juniorengarde (Leitung: Daniela Gillet), die mit einem tem­po­­rei­chen und ausdrucksvollen Marschtanz das Publikum begeisterten.

Die attraktiven „Dissonanten Tanten“ vom Hau-Ruck (Walli Hoffmann, Gaby Heinz, Antonia Kalle, Gaby Metrich, Evi Pauly und Silke Reinert) sorgten mit einer musikalischen Ausgabe der beliebten Serie „Frau sucht Bauer“ für einen absoluten Augen- und Ohrenschmaus.

Nachdem die fünf Gardemädchen (Kathrin Bauer, Kathrin Jager, Judith Wörz, Inga Turbing und Fiona Baudner) ihr großes akrobatisches Talent als Solotänzerinnen unter Beweis gestellt hatten, traf der „Landarzt vom Saargau“ ein und berichtete auf humorvolle Weise über seine me­di­­zinalen Erlebnisse. Mit guten Witzen, verpackt in perfektem Mundart-Reim, ließ Alexander Krier im närrischen Auditorium kein Auge trocken.

Ebenfalls zum ersten Mal auf der Hau-Ruck Bühne waren die „Blacklight Dancers“, die mit ih­rem effektvollen Tanz für super Stimmung im Saal sorgten.

Die Hau-Ruck Winzer-Chorgruppe (Luitwin Fritz, Jürgen Fürmeyer, Achim Jung, Matthias Maasem, Rudi Merz, Michael Schreiner, Michael Turbing) war dann mit schwungvoll vor­ge­tragenen Liedern und herrlichen Kostümen Garant für beste musikalische Unterhaltung im Saal.

Berthold Kramp gehört seit Jahren als Rathaustelefonist zu den absoluten Höhepunkten der Hau-Ruck-Sitzungen. Erneut zog er alle Register seines Könnens, so dass er mit seinem Vortrag beim närrischen Auditorium für langanhaltende Lachsalven sorgen konnte.

Die „Original Wunderländer“ vom Musikverein Beurig unter der Leitung von Edgar Becker und Gerd Reinsbach, die jeden Büttenredner mit einem eigens auf den Vortrag abgestimmten Musik­stück begleiten, eröffneten dann die zweite Programmhälfte des Programms.

Das Gastspiel von Andre´ Rieu mit seinem Orchester wurde durch das Hau-Ruck Sorglos-Theater (Idee und Leitung: Rainer Kind) hervorragend persifliert. Eine Super-Nummer, die dem Original schon mehr als nahe kam und für musikalische und optische Genüsse sorgte.

Nachdem die Aktivengarde (Leitung: Daniela Gillet) einen schnellen, überaus exakt und zackig dargebotenen Gardetanz präsentiert hatte, feierte auch Meike Herber als „ verlassene“ Stefanie Hertel ein gelungenes Debut in der anspruchsvollen Hau-Ruck Bütt.

Dem zweiten starken Auftritt der Chorgruppe als „Die Floppers“ folgte ein Show-Highlight: Der  Hau-Ruck hat das Moderatoren-Nachfolgeproblem bei Wetten Dass gelöst ! Dies bewiesen die beiden Erz­kömodianten Christopher Becker und Hardy Meyer mit einer tollen Parodie auf Thomas Gott­schalk und Michelle Hunziker.

Die hübschen und austrainierten Damen des Hau-Ruck-Balletts (Leitung: Daniela Gillet) ver­zauberten mit einem tollen Tanz nicht nur das männliche Publikum. Für diese trainings­intensive Leistung war selbstverständlich eine riesige Hau-Ruck-Scheunenrakete fällig.

Den Reigen der Büttenredner schloss der „Beuriger Holzmichl“ (Andreas Jager), der mit stimmungsvollem Vortrag als Firmeninhaber des Beuriger Brenn­holz­verleihs von seinen Rodungsarbeiten im neuen Naturpark auf Schadall berichtete und für Aus­ge­las­senheit im Saal sorgte.

Mit dem großen bunten Finale einiger Stars der Musikszene (dargestellt von Evi Pauli, Stefan Müller, Gaby Metrich und Jürgen Fürmeyer) und dem erneuten Auftritt aller Aktiven endete ein wiederum sehr niveau- und humorvolles Fastnachts-Live-Programm, das dem Hau-Ruck alle Eh­re machte und erklärt, warum seit Jahren die Eintrittskarten für die Saarburger Sitzungen stets innerhalb kürzester Zeit ausverkauft sind. Präsident Roland Hoffmann, seit Jahren Garant, Moti­vator und „Gallionsfigur“ der traditionsreichen Gesellschaft, konnte zu Recht stolz auf seine viel­köpfige Fastnachts-Mannschaft sein.

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