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Farbenprächtiges Land des Lächelns beim Hau-Ruck

SAARBURG Die närrische Hau-Ruck Dynastie hatte im Vorfeld nicht zuviel versprochen: Mit einer überaus anspruchsvollen und farbenprächtigen Humor-Reise ins traditionelle „Reich der Sinne“ sorgten die Saarburger Karnevalisten bei der ersten von vier Kappensitzungen für einen glanz- und stimmungsvollen Auftakt der Fastnachtsveranstaltungen in der „verbotenen Stadt“. Dabei wurde wieder deutlich: Kaum eine andere Gesellschaft versteht es so perfekt, das gewählte Motto bei Programm-, Kostüm- und Dekorationsauswahl so nah am Original umzusetzen wie die Aktiven vom Hau-Ruck. Dutzende farbenprächtiger Kostüme, eine raffinierte Bild-, Video- und Lichtshow, gepaart mit niveauvollen Wort- und Gesangsbeiträgen umgaben die 500 Narren in der großen Halle des Volkes (Stadthalle) mit einer bemerkenswerten Mischung aus fernöstlicher Exotik und heimischem Witz und Humor.

Unter der gekonnten Leitung von Johannes Kölling als neuem Sitzungspräsidenten (in Nachfolge des bisherigen Moderators und Präsidenten Roland Hoffmann) jagte im Land des Lächelns ein närrischer Höhepunkt den anderen, so dass bereits nach kurzer Zeit eine ausgelassene Stimmung unter den Kappensitzungsbesuchern herrschte. 

Nach der mit viel fernöstlichem Touch erfolgten Bühnenbild-Präsentation und dem Einzug der chinesischen Mandarine und Hofbeamten präsentierten die „kleinsten“ Chinesen, nämlich die „Minis“ der Hau-Ruck Kindergarde (Leitung: Marion Lellig), einen mit viel Spass und vollem Eifer vorgetragenen Tanz.

 

Nachdem „Bonsai“ (Nicolas Lellig) seinem großen Meister Konfuzius (Peter Merten) vorangegeangen war, ließ der „Närrische Feingeist“, Multitalent Peter Merten, in geschliffenem Reim das abgelaufene „politische“ Jahr Revue passieren. Peter Merten, auch verantwortlich für Bühnenaufbau und Dekoration, war die erste Rakete in den chinesischen Nachthimmel sicher.

 

Für beste Stimmung im Saal sorgten über den ganzen Abend verteilt die Sänger der Hau-Ruck Chorgruppe unter der Leitung von Christoph Görgen. Als „Spendensammlerin“ vom Roten Kreuz verursachte dann Newcomer Jörg Geisbüsch mit tollen Witzen und unnachahmlichen Gesten erste Lachsalven im Publikum. Der „neue Mann“ in der Hau-Ruck Bütt war bereits im ersten Jahr ein Volltreffer und echter Knüller.

 

Das Jugendballett unter der Leitung von Daniela Gillet bewies dann mit toller Choreografie, hohem Tanztempo und ausdrucksstarker Darbietung, dass beim Hau-Ruck seit Jahren eine sehr gute  Nachwuchsarbeit geleistet wird.

„Lichter, Lafer… Lecker“… zum „Schießen“ war das parodistisch angehauchte Zwiegespräch von Christopher Becker und Hardy Meyer, die einmal mehr ihr großes Bühnentalent mit einer „heißen“ Nummer unter Beweis stellten… wie bei Lichter und Lafer üblich, kochte der Saal…

Ihr großes Talent als Debütantinnen im Solotanz stellten Kathrin Bauer, Kathrin Jager und Judith Wörz unter Beweis. Eine Klassedarbietung, großer Applaus war der Dank für unzählige und harte Trainingsstunden.

 

Die „Dissonanten-Tanten“ (Walli Hoffmann, Gaby Heinz, Antonia Kalle, Cordula Meier-Goergen,  Walli Merten, Gaby Metrich und Silke Reinert) ließen nicht nur Männerherzen höherschlagen: ein absoluter „Lady-Kracher“. Mit erfrischend dargebotenen Songs und schöner Choreografie war für diese attraktiven Damen des Hau-Ruck klar: Frauen gehört die Welt!

Als Rathaus-Telefonist und Servicepoint-Mitarbeiter des neuen Saarburger Einkaufszentrums bewies der Leiter des Programmausschusses, Berthold Kramp, einmal mehr seine große Klasse als Büttenredner. Treffsichere Pointen, perfektes Timing und starke Witze sorgten einmal mehr für absolute Top-Stimmung im Saal.

 

 

 

 

 

Nicht mehr wegzudenken und ein überaus wichtiger Baustein der Saarburger Saalfastnacht sind die Original Wunderländer vom Musikverein Beurig, ohne deren musikalische Begleitung die Kappensitzungen seit Jahren keine solch hervorragende Resonanz finden würden. Zum 30jährigen Bestehen dieser anspruchsvollen Musikformation dankte der Präsident des Hau-Ruck, Roland Hoffmann, den Beuriger Musikern für ihre vielen Probestunden und ihr jahrzehntelanges Engagement zum Wohle der Fastnacht.

 

Timo Rahlmeyer bot dann einen erfrischend dargebotenen, lockeren Vortrag als junger Motivationstrainer. Gute Witze, freie Rede und treffsichere Pointen brachten das närrische Auditorium so richtig zum Lachen und Schmunzeln.

 

Nach einer „spontanen“ Tanzeinlage der Bühnenassistenten glänzten auch in diesem Jahr – als anmutige Geisha und erhabener Mandarin – Jutta Pfeifer-Jungblut und Luitwin Fritz als perfekt aufeinander eingespieltes Duett. Das Zwiegespräch war gespickt mit guten Witzen, wurde gekonnt in Szene gesetzt und fand eine tolle Resonanz im Publikum.

 

Hübsche Mädels, tolle Gardekostüme, hervorragende Choreografie (Daniela Gillet) und viel Engagement: das sind die Zutaten für eine tollen Tanz der Hau-Ruck Garde, den die närrischen Besucher im Land des Lächelns ausgiebigst genießen durften.

 

Als Persiflage auf die Kult-Serie „Graf-Siegfried-Straße“ überraschte dann der Hau-Ruck mit einer überaus witzigen Ausgabe der „Graf-Seiden-Straße. Eine spritzige, humorvolle Darbietung des Hau-Ruck Sorglos-Theaters unter der Leitung von Rainer Kind und Peter Merten. Die Zuschauer „kringelten“ sich über die Zukunftsvisionen des Saarburger Einkaufszentrums und waren vorallem von der dargebotenen asiatischen Live-Musik äußerst beeindruckt.

        

Es folgte dann der überaus akrobatische Tanz der asiatischen Schönheiten, dargeboten vom Hau-Ruck Ballett unter der Leitung von Daniela Gillet. Alle Gäste waren sich einig, das war spitze und fast schon reif für den Chinesischen Nationalzirkus. Nach monatelanger Vorbereitung eine tolle Leistung der attraktiven Damen des Balletts.

 

Das der Saarburger Stadtteil Beurig mit einer eigenen Sport-Delegation bei den bevorstehenden olympischen Wettkämpfen in Peking am Start sein wird, war neu. Nicht neu war dagegen die unnachahmliche Vortragsweise von Andreas Jager, der es mit seinem gekonnt vorgetragenen Büttenvortrag auch nach Mitternacht noch einmal schaffte, den Saal so richtig hochkochen zu lassen.

 

Mit einem großen bunten Finale endete ein sehr niveauvolles, überaus kurzweiliges und mottogerechtes Live-Programm, das der Karnevalsgesellschaft Hau-Ruck alle Ehre machte und im 55. Jahr des Bestehens der Gesellschaft als eine fantastische und farbenprächtige Session in die Saarburger Narrengeschichte eingehen wird.

 

HAU-RUCK

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